Es basiert auf den christlichen Werten – Liebe, Glaube und Hoffnung. Dazu habe ich die Geduld hinzugefügt, denn jedes Wachstum (das Wachsen der Natur, das Wachsen und Verstehen von Wissen im Menschen, der Aufbau der Gesundheit etc.) ist nur in und mit Geduld möglich.
Stück für Stück ging es mir besser. An meinem 18. Geburtstag wachte ich mit dem Gefühl auf, dass der Weg, auf den ich mich begeben hatte, richtig war. Mein Selbstvertrauen wuchs und später, mit ca. 21 Jahren, beendete ich alle schulmedizinischen Maßnahmen, da ich mich gesund fühlte, ohne nach Ansicht der Ärzte gesund zu sein. Es war meine Entscheidung und mein Weg, dem ein schmerzhafter Reifeprozess voranging. Ich empfehle das niemandem zur Nachahmung.
Das, was ich in dieser Zeit als Selbsterfahrung erlebte, dieses positive Zusammenwirken zwischen Gesundem Denken, Entspannen und dem Vertrauen darauf, dass alles möglich ist, ließ mich nicht mehr los. Ich wollte mehr darüber erfahren, um anderen in ähnlichen Situationen helfen zu können. Deshalb forschte ich unermüdlich weiter. Dabei wurde mir immer bewusster, welche starke Wirkung die Gedanken auf die Gesundheit haben. In Büchern, zu denen ich auch die Bibel zähle, las ich über Seele, Geist, Körper und die Wirkung der Gedanken auf den Menschen.
So entstand aus vielen Bruchstücken – ähnlich wie bei einem Puzzle – ein deutlicheres Bild über die Zusammenhänge zwischen Denken, Krankheit, Körper und dem Verstehen darüber, was Selbstheilungskräfte sind. Auf diesem Wissen baut die von mir entwickelte
Bioenergetische Meditation (Biomeditation) auf, die wiederum das Herzstück der Theomedizin ist. Die Menschen, die damals im Jahr 1993 anfingen, meine Methode zu nutzen und sich dadurch besser fühlten, wollten immer mehr von mir darüber wissen. In letzter Konsequenz kam ich nicht umhin, mein Wissen in Seminaren weiterzugeben. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit und auch Stolz, wenn mir Klienten aus Australien, Amerika, Russland, aber auch aus Deutschland und vielen anderen Ländern ihre Erfahrungen mit meinen Meditations-CDs schildern und sich dafür bedanken, dass es ihnen besser geht. Ebenso spricht für sich, dass die Biomeditation seit Jahren in Arzt- und Heilpraktikerpraxen angewandt wird. Immer mehr Menschen möchten die Grundlagen der Methode erlernen. Somit gebe ich die Seminare inzwischen in Österreich sowie in Leverkusen und in der Nähe von Dresden.
Als ich im Jahr 2005 den Begriff „Theomedizin®“ prägte, hätte ich nie vermutet, dass er so polarisiert. Mit diesem Begriff wollte ich den spürbaren Graben, der zwischen etablierter Medizin und dem Wissen über die tief greifenden Zusammenhänge zwischen Seele, Geist
und Körper besteht, überbrücken. Für mich ist die Theomedizin® eine Lebensphilosophie, die – richtig verstanden und angewandt – heilsam für Seele, Geist und Körper ist. Deshalb bezeichne ich sie auch als Heilkunst für Seele, Geist und Körper, denn sie beeinflusst diese drei Ebenen im Menschen. Ihr Wirken beginnt auf seelischer Ebene. Hier sind die Ängste, die dem Menschen am meisten zu schaffen machen, gespeichert und nur hier können sie genommen werden. Selbst Platon, der griechische Philosoph, sagte:„Willst Du den Körper heilen, musst Du zuerst die Seele heilen“. Das Wissen um die Seele ist nicht neu, sondern wahrscheinlich durch die phantastischen Diagnosemöglichkeiten und die Medikamentenvielfalt, die eine schnelle Besserung der Beschwerden erreichen, in den Hintergrund gerückt. Die von mir begründete Biomeditation, die Bioenergie-Therapie® ebenso wie die Theomedizin setzen dort an, wo das Leben beginnt – auf seelischer Ebene.
Das folgende Phänomen kennen Sie vielleicht auch. Fragt man jemanden, ob er Angst hat, wird das oft verneint. Niemand möchte Angst haben, denn Angst wird als Zeichen von Schwäche gedeutet. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir alle Ängste.
Ganz vorn stehen mehrheitlich Existenzängste, dann kommen eventuell die Angst um die Familie oder die Angst vor Krankheit, Verfall oder Siechtum. Auch die Unklarheit über den Tod – diesen unerklärlichen Zustand, von dem es heißt, er sei das Ende oder der Anfang – macht uns Angst. So wird das Thema oft verdrängt.
Ängste sind für mich eine Art von Blockaden, die im Unterbewusstsein des Menschen verankert sind. Von dort aus stören sie die Steuerungsprozesse im Körper, wie z.B. das Wirken der Selbstheilungskräfte. Ängste schränken den Menschen sehr stark im Handeln und Denken ein. Sie machen ihn energielos, kraftlos, machtlos und hoffnungslos. Gehen die Ängste, kommt der Mensch oft sehr schnell wieder in den Zustand der Gelassenheit und Zuversicht. Seine Gedanken werden klarer, er trifft die richtigen Entscheidungen, spürt wieder Lebensfreude und Lebensmut. Ohne den Störfaktor Angst, können unter Umständen sogar die körpereigenen Heilungskräfte – die in jedem schlummern – wieder ungestört arbeiten. Ihr ungehindertes Wirken kann dazu führen, dass sich die Gesundheit Stück für Stück aufbaut - und das selbst bei schwersten Krankheiten. Das sind meine Erfahrungen, die ich über Jahrzehnte und Dank vieler Klienten und Seminarteilnehmer sammeln durfte.
Es war nie mein Ziel, die etablierte Medizin in Frage zu stellen. Wir alle können uns glücklich schätzen, dass die Medizin in der Diagnostik und der Chirurgie solche Fortschritte macht. Ein neues Herz, eine neue Niere oder neue Hüft- und Kniegelenke – das alles wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen. Ebenso möchte ich mich mit der Theomedizin® nicht in die Belange der Kirche einmischen. Der Begriff „Theo“ steht natürlich für Gott. Wenn ich von Gott spreche, dann so, wie ich ihn verstehe. Ich ordne ihn keiner Religion zu. Nach meinem Verständnis beten alle, Juden, Christen und Moslems zu einem Gott. Selbst für Atheisten existiert oft etwas, das nicht greifbar ist. Manchmal bezeichnen sie es als universelle Kraft. Jeder hat seine Sicht auf die Dinge und entwickelt so seinen eigenen Glauben über Ursache und Wirkung in seinem Leben. Für mich ist der Glaube an Gott – wie für die Mehrheit der Menschen auch – selbstverständlich.
Die christlichen Gebote, zu denen auch das neue Gebot von Jesus,
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Es ist kein anderes Gebot größer als dieses“ (Markus, Kapitel 12, Vers 31) zählt, sind mir bestens vertraut. Umso mehr schmerzt es, mit anzusehen, wie sich das Leben auf unserem Planeten entwickelt. Unabhängig von den Streitigkeiten, die zwischen den Völkern, der Politiker oder auch den Religionen herrschen, nimmt unser Heimatplanet durch den Menschen immer mehr Schaden.
Ganz nebenher – zwischen Machtstreben, Geldgier und Personenkult – sind wir dabei, unsere Lebensgrundlage zu vernichten. Wovon soll der Mensch leben, wenn die Natur zerstört ist? Was werden wir essen, trinken und atmen? Geld? Ruhm? Macht? Das unbedachte Handeln der Menschen trifft jedoch nicht nur die Natur, sondern auch den Menschen selbst in voller Härte. Sehr, sehr viele Menschen werden von seelischen Erkrankungen, zu denen ich Burn-out, Depressionen und Ängste zähle, gequält. Krebserkrankungen nehmen stetig zu. Über Tumorerkrankungen sagt man oft, dass sie den Menschen von innen zerfressen/zerstören. Sie standen im Jahr 2008 an erster Stelle der Todesursachen in Deutschland. Dahinter folgten Herz-/Kreislauferkrankungen. Für mich ist das kein Zufall, denn unser Herz ist unser Lebensmotor und zudem sehr eng mit der Seele und unseren Gefühlen verbunden. Es leidet am meisten unter Unzufriedenheit, die umgangssprachlich als Stress bezeichnet wird.
Im Neuen Testament findet sich eine Stelle (Markus, Kapitel 7, Vers 18-23), in der erklärt wird, wie Krankheiten entstehen. Sinngemäß heißt es dort, dass das, was aus dem Menschen herauskommt – seine Gedanken und Worte – ihn unrein, also krank werden lassen.